„Ich würde es immer wieder machen.“

Brigitte Renner-Niemietz hat über 10 Jahre lang einem jungen Menschen ein neues Zuhause gegeben.

Brigitte Renner-Niemietz (rechts) mit der VSE-Beraterin Claudia Meures

„Wenn ich auf die Jahre meiner pädagogischen Tätigkeit als ‚Sozialpädagogische Lebensgemeinschaft‘ zurückblicke, dann bin ich voller Dankbarkeit und Verbundenheit dem VSE gegenüber.“ Über 10 Jahre hat Brigitte Renner-Niemietz einem jungen Menschen bei sich als „sozialpädagogische Lebensgemeinschaft“ (SPL) ein neues Zuhause gegeben. Mit dem oben geschriebenen Zitat dankt Sie dem Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE) und dem „Netzwerk Pflegefamilien“ für die immer enge Zusammenarbeit auf Augenhöhe. „Der VSE hat meine Arbeit und die meines Mannes hoch geschätzt und uns das immer spüren und wissen lassen. Sie sind in kritischen Phasen zur Stelle gewesen, haben meine Stärken, aber auch meine Schwächen ausgehalten. Darüber hinaus haben sie mich fachlich begleitet, mich entlastet und unterstützt.“, fährt Renner-Niemietz fort.

In einer „Sozialpädagogischen Lebensgemeinschaft“ können Menschen, die eine vorherige pädagogische Ausbildung abgeschlossen haben, ein oder mehrere Kinder dauerhaft bei sich aufnehmen. Die Kinder kommen meist aus schwierigen Verhältnissen. Unterschiedlichste Gründe haben dazu geführt, dass diese Kinder nicht mehr bei den leiblichen Eltern aufwachsen können. Brigitte Renner-Niemietz hat aus einem Zufall von dieser Möglichkeit erfahren. „Meine Tochter hat ein Kunstseminar besucht. Die Gruppe brauchte für Steinmetzarbeiten eine Außenfläche. Mein Mann und ich haben dafür unseren Garten zur Verfügung gestellt. Bei den Steinmetzarbeiten lernte ich eine Mitarbeiterin eines freien Trägers der Jugendhilfe kennen. Nachdem wir ins Gespräch kamen, ging mir der Gedanke, ein Kind aufzunehmen, nicht mehr aus dem Kopf“. Relativ kurzfristig brauchte dann ein Junge ein neues Zuhause. Mit Anfang 50 eröffnete sich von dem Tag an für Familie Renner-Niemietz ein neues Lebenskapitel. Als Diplom-Pädagogin hat Brigitte Renner-Niemietz vorher u.a. die Jugendkunstschule in Dortmund-Wambel aufgebaut, jetzt bekannt als Kulturzentrum Balou. Als ihr Mann seine Brandschutz-Firma eröffnete, hat sie im Anschluss die Geschicke der Firma mitgeleitet. Als dann ihre Kinder aus dem Haus zogen, habe Sie gemerkt, dass Sie noch genügend Kraft, Ressourcen und vor allem Lust darauf hatte, einem jungen Menschen ein neues Zuhause zu geben. „Ich würde es immer wieder machen. Für meinen Mann und mich war es eine große Chance, weil wir so viel lernen konnten, einerseits fachlich, aber auch persönlich über uns. Ohne unser aufgenommenes Kind wäre ich nicht der Mensch geworden, der ich jetzt bin“, gibt Sie Ihren Dank weiter.

Frau Renner-Niemietz war über 10 Jahre als „Sozialpädagogische Lebensgemeinschaft“ (SPL) tätig. Nach einem Trägerwechsel hat Sie sich für den „Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen“ (VSE) entschieden. Im Unterschied zu Pflegefamilien muss eine Person einer SPL-Familie einen pädagogischen Abschluss haben. Nach einer Vorbereitungszeit können diese als pädagogisch Selbständige in ihrem Haus Kinder mit Trauma-Erfahrungen aufnehmen. Meist bleiben die Kinder bis zur Volljährigkeit. Die Arbeit wird in enger Kooperation vom Träger VSE begleitet. Es finden regelmäßige Beratungen, kollegiale Zusammenarbeit, Fortbildungen und Feste statt. Die Lebensgemeinschaften können sich untereinander vernetzen und austauschen. „Ohne den VSE hätte ich das nicht immer geschafft. Sie haben mir ein Netz gespannt, sodass ich mir in meiner Arbeit sicher sein konnte. Beim VSE habe ich mich immer beheimatet gefühlt.“, führt Renner-Niemietz fort. „Den VSE habe ich als soliden und sehr guten Träger mit engagierten und weltoffenen Menschen erlebt. Vorträge, Feste, Jubiläen, an denen ich teilgenommen habe, waren immer sobesonders und von hoher Qualität. Sie waren geprägt von Enthusiasmus, Bodenständigkeit, Ernsthaftigkeit, Fachlichkeit, aber auch von Lebensfreude, Spaß am Feiern, gutem Essen, schönen Spielen, guter Unterhaltung. Wenn ich nun auf die Jahre meiner pädagogischen Tätigkeit als SPL zurückblicke, dann bin ich voller Dankbarkeit und Verbundenheit Ihnen und Euch allen gegenüber.“

Informationen, wie Sie als Pädagogin oder Pädagoge eine „Sozialpädagogische Lebensgemeinschaft“ werden können, erhalten Sie hier.