Paddeln auf der Werse

Unsere Jahrespraktikantin Marie berichtet von der diesjährigen Kanufahrt in Münster.

Kanufahrt Werse

Paddeln auf der Werse

Auch in diesem Jahr hat für die Jugendlichen im Netzwerk ein gemeinsames Kanu fahren auf der Werse stattgefunden. Die Aktionen mit der Jugendlichengruppe dienen auch als Plattform, um in den Austausch zu gehen und bei gemeinsamen Aktivitäten ins Gespräch zu kommen. Es entsteht ein sicherer Rahmen für die Jugendlichen aus den Pflegefamilien, um sich über unterschiedlichste Themen auszutauschen.

So haben sich Anfang August Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren an der Pleister Mühle in Münster getroffen und sind gemeinsam mit den Betreuerinnen und Betreuern die Werse heruntergepaddelt. Trotz einiger Kollisionen mit Bäumen, Gestrüpp und vor allem auch den anderen Booten, konnten alle Kanus mit voller Besetzung nach einiger Zeit am Ufer anlegen. Die Pause konnte bei sonnigem Wetter, neben einem Picknick, auch zum Trocknen der teilweise nass gewordenen Kleidung genutzt werden. Über den Tag verteilt mussten einige Kanufahrer und Fahrerinnen davon abgehalten werden, ihre Kanus absichtlich kentern zu lassen, um sich frühzeitig abzukühlen.

Nach knapp drei Stunden auf dem Wasser machten sich die 21 Jugendlichen und 7 Betreuer auf zu einem gemütlichen Platz an der Werse, um den Tag bei Eis und Grillwürstchen ausklingen zu lassen. Im Garten des Blindenwassersportvereins Münster wurden Kontakte ausgetauscht, Spinnen vor dem Ertrinken gerettet, Karten gespielt und natürlich mit einem beherzten Sprung in die Werse eine Abkühlung verschafft.

Die Kanufahrt auf der Werse ist seit Jahren ein fester Termin im Kalender vom Netzwerk Pflegefamilien. Für die Betreuerinnen und Betreuer, sowie die Jugendlichen, ist es immer ein Highlight des Sommers. Wir sind froh, dass die Aktion auch unter Corona-bedingungen in diesem Jahr stattfinden konnte.

Zur Autorin:

Ich bin Marie und seit April dieses Jahres mache ich ein Praktikum im Netzwerk Pflegefamilien in Münster. Doch aufgrund der besonderen Umstände in diesem Jahr hatte ich vor allem im Frühjahr nicht viele Chancen, Kinder oder Jugendliche aus dem Netzwerk kennen zu lernen. Umso schöner war es, während Kanufahrt viele der Jugendlichen zu treffen und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.