Kinder- und Jugendhilfe in Israel

VSE-Mitarbeiter auf Studienreise im Nahen Osten

Diplom-Pädagoge Günter Möllers ist Ende dieses Jahres durch Israel gereist, um die dortige Jugendhilfe kennenzulernen. Der Familientherapeut vom VSE (Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen e.V.) in Münster hat im Rahmen eines Angebots der internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) eine Woche lang verschiedenste Einrichtungen in Israel angeschaut.                       

Bei seiner täglichen Arbeit beschäftigt sich Günter Möllers seit knapp 20 Jahren mit der Vermittlung von Pflegekindern und der Begleitung ihrer Pflege- und Herkunftsfamilien. Im Bereich der Westfälischen Pflegefamilien ist der VSE der größte Träger in Westfalen-Lippe.  Von jeher pflegen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des VSE einen regen Austausch unter Kollegen, „damit sich keiner verrennt“, so Möllers. Die Arbeit in anderen Ländern anzuschauen sei eine zusätzliche Gelegenheit, Impulse zu bekommen und die eigenen Vorgehensweisen zu überprüfen.                                                                                         

In Israel hat er eine Einrichtung kennengelernt, deren Geist der Philosophie des VSE ähnelt. Das Shanti House in Tel Aviv wendet sich mit seiner offenen Struktur an Jugendliche, sogenannte Trebegänger. Das Motto der Leiterin Miriam Klein laute: Wir wollen euch nicht ändern, aber wir begleiten euch, wenn ihr euch ändern wollt. Klein hat im letzten Jahr 1,5 Millionen Dollar für ihre private Einrichtung gesammelt. Auch davon, so Günter Möllers, könnten sich deutsche Einrichtungen durchaus inspirieren lassen.