Können wir Pflegeeltern sein?

Telefonaktion des Netzwerks Pflegefamilien in Ostwestfalen-Lippe am 3. November

Pflegeeltern geben Kindern und Jugendlichen ein neues und sicheres Zuhause. Was Menschen mitbringen müssen, um diese Aufgabe übernehmen zu können und wie sie vorbereitet und unterstützt werden, darüber informiert das Netzwerk Pflegefamilien im VSE NRW e.V. in Ostwestfalen-Lippe am Montag, den 3. November. Von 10 bis 18 Uhr sind die Beraterinnen und Berater am Telefon für alle Fragen rund um Pflegefamilien und -kinder erreichbar.

Im vergangenen Jahr hat der VSE diese Telefon-Aktion erstmals mit großer Resonanz durchgeführt. Viele Familien und Paare, die schon länger mit dem Gedanken spielten, ein Pflegekind aufzunehmen, haben hier die Möglichkeit, mehr über die pädagogischen, persönlichen und auch organisatorischen Anforderungen zu erfahren und unverbindlich ihre Fragen zu stellen.

Wie ist es, wenn bereits leibliche Kinder in der Familie leben? Können wir als gleichgeschlechtliches Paar Pflegeeltern sein? Müssen wir pädagogisch ausgebildet sein? Wie ist der Kontakt zur Herkunftsfamilie oder zu Geschwistern? Der VSE hat seit 20 Jahren Erfahrung in diesem Arbeitsfeld und ist der größte Träger für die sogenannten Westfälischen Pflegefamilien. Alle Pflegeeltern werden auf ihre Aufgabe vorbereitet und intensiv pädagogisch geschult, jeweils eine Beraterin oder ein Berater begleitet die Familien dann kontinuierlich weiter.

„Pflegekinder brauchen Bezugspersonen, die einen stabilen Rahmen bieten und denen sie vertrauen können“, sagt Familienberaterin Brigitte Peters. „Das können Paare oder Einzelpersonen sein, Menschen in der Stadt oder auf dem Land. Wir suchen für jedes Kind die Familie, die am besten zu ihm passt. Was Pflegeeltern auf jeden Fall mitbringen sollten, sind viel Humor und Geduld.“

Die Beraterin weiß, dass die Unsicherheiten und auch Vorurteile gegenüber dem Alltag der Pflegefamilien noch immer groß sind. „Oft gibt es die Angst, ein Kind, das man aufgenommen hat, wieder abgeben zu müssen“, sagt sie. Dabei bleiben die meisten Pflegekinder in ihren neuen Familien bis sie volljährig sind.„Pflegekinder sind eine besondere Herausforderung für eine Familie“, weiß Brigitte Peters, und macht Menschen, die gerne mit Kindern leben wollen, Mut zu dieser Form der Familienerweiterung: „Ein Kind stellt eine Familie immer auf den Kopf. Es bringt auch viel Freude ins Haus.“

Die Beraterinnen und Berater im Netzwerk Pflegefamilien sind am 3. November von 10-18 Uhr unter diesen Telefonnummern erreichbar:
Brigitte Peters                0521 / 9 50 39 4-92
Heinz Kuhlemann           0521 / 9 50 39 4-93
Jacqueline Fritsche         0521 / 9 50 39 4-85