Mit E 27 fing es an

Bärbel Schreiber und Günter Möllers feiern ihr Dienstjubiläum - 25 Jahre Jugend- und Kinderarbeit für den VSE-NRW in Münster

E 27 ist das Kürzel für das Jugendwohnhaus in der Erphostraße 27. Ende der 1980er Jahre wurde es gegründet. Anlässlich ihres 25-jährigen Dienstjubiläums beim Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE) NRW e.V. erinnerten sich die Diplomsozialarbeiterin Bärbel Schreiber und der Diplompädagoge Günter Möllers an die Anfänge.

Denn um die elf Wohnplätze für Jugendliche und junge Erwachsene in der alten Stadtvilla haben sie damals gekämpft. „Wir standen der bestehenden Jugendarbeit damals sehr kritisch gegenüber“, sagt Bärbel Schreiber, „und haben beim Jugendamt Münster um die Anerkennung gerungen.“ Mit Erfolg: Die Erphostraße 27 bietet bis heute Jugendlichen, die keiner externen Beschäftigung nachgehen, ein Aktivierungs- und Bildungsprogramm und hilft ihnen das Leben zu meistern. Beim VSE entstanden in den folgenden Jahren viele neue Konzepte, darunter auch die erste Mutter-Kind-Betreuung der Stadt. Der Verbund ist als Jugendhilfeträger längst ein wichtiger Partner für die städtische Jugendhilfe. Im Bereich der Westfälischen Pflegefamilien ist er der größte freie Träger in Westfalen–Lippe.

25 Jahre beim VSE, das sind auch 25 Jahre in einer bis heute basisdemokratisch organisierten Struktur. Günter Möllers und Bärbel Schreiber können sich ein Arbeitsleben ohne die Werte und das Menschenbild innerhalb des VSE nicht mehr vorstellen. „Unsere Konzepte entsprechen unserer Haltung, wir weigern uns Menschen in ein Korsett zu zwingen“, so Bärbel Schreiber. „Hier sind immer alle bereit ihre Arbeit zu überdenken, das schafft eine hohe Identifikation mit unserem Arbeitgeber.“

Günter Möllers wechselte innerhalb des VSE vor Jahren zur familienanalogen Betreuung und kümmert sich dort nun um Pflegekinder und ihre Familien. Für Bärbel Schreiber aber war klar „Ich mach hier das Licht aus“, sie ist bis heute dem E27 treu.